Warum sich mit Kolonialismus beschäftigen?

Sich mit Kolonialismus zu beschäftigen, ist entscheidend, um die tief verwurzelten Ungleichheiten sowie kapitalistischen Strukturen in unserer heutigen Welt zu verstehen. Europäische Kolonialstaaten haben durch systematische Gewalt, Enteignung, Versklavung und die Zerstörung kolonialisierter Gesellschaften jahrhundertelang Machtverhältnisse geschaffen und verfestigt.

Koloniale Geschichte darf nicht als abgeschlossen betrachtet werden, sondern ist ein fortlaufender Prozess, der unsere Gegenwart beeinflusst. 

Postkoloniale Perspektiven zeigen auf, wie das Erbe des Kolonialismus in Form von Rassismus, Ausbeutung und wirtschaftlicher Ungleichheit weiterhin unser Denken und Handeln prägt. 

Es geht darum, die kolonialen Wunden zu erkennen und zu heilen, indem wir den Widerstand der betroffenen Menschen würdigen. 

Aktivistische Arbeit und eine kritische Auseinandersetzung fördern das Bewusstsein für strukturelle Ungleichheiten und setzen sich für die Dekolonisierung von Besitzverhältnissen, Wissen und Institutionen ein.